Nach dem stimmmungsvollen
Auftritt im letzten Jahr werden diesmal erneut "The Beavers"
auf der Grün-Weißen-Nacht einheizen.
Das sind „The Beavers“:
Seit dem Jahr 2002 gibt es die Band „The
Beavers“, und binnen weniger Jahre hat sich „die Band aus
dem Saarland“, wie die Beavers sich selbst bezeichnen, einen sehr
guten Ruf als eine der Top-Cover-Bands unserer Region erarbeitet. Die
mittlerweile neunköpfige Formation (deren Stammbesetzung neuerdings
von drei Blechbläsern verstärkt wird) überzeugt mit einem
unglaublich breiten musikalischen Spektrum und großer Wandlungsfähigkeit.
„Wir geben unserem Publikum, was es hören will: Cover in seinen
vielfältigen Variationen. Abgehen auf die Top-40, dem Besten, was
aus den Charts hervorgegangen ist, tanzen zu den Highlights des NDW, die
legendären 80er und natürlich Rock-Classics zum Berauschen“,
so umreißt es die Band selbst auf ihrer Homepage. Mit Auftritten
im nördlichen Saarland ging es los - und über die Gemeinden
Illingen, Marpingen und Lebach führte ihr Weg schließlich auch
ganz in unsere Nähe, zum Schmelzer Schmackes. Dort brachten die Beavers
im vergangenen Jahr erst bei ihrem Gastspiel die Prims zum Brodeln.
Die weibliche Stimme der Beavers ist Katharina
Bill-Zimmermann. Die 28-jährige Studentin an der Uni Saarbrücken
begann schon mit acht Jahren, ein Instrument zu erlernen – die Trompete,
die sie auch heute noch (neben dem Flügelhorn) im Musikverein ihres
Heimatortes Niederlinxweiler spielt. Ihre eigentliche Leidenschaft gehört
aber seit dem Kindesalter dem Singen. Katharina begeistert sich nach eigener
Aussage aber nicht nur für Pop- und Rockmusik, sondern ist auch „leidenschaftliche
Kammersängerin“ und nimmt seit mehr als 10 Jahren bei verschiedenen
Lehrern klassischen Gesangsunterricht. Klassischer Gesang mache ihr richtig
Spaß, bekennt die angehende Realschullehrerin, sei es als Sopranistin
in verschiedenen Chören oder als Solistin in Kammerkonzerten. Wie
sehr Musik ihr Leben prägt, zeigt sich unter anderem auch daran,
dass Katharina eine Ausbildung zur Dirigentin an der Landesakademie für
musisch-kulturelle Bildung absolvierte, Kurse in musikalischer Früherziehung
leitet und sich in ihrem heimischen Musikverein im Vorstand engagiert
und dort unter anderem für die Ausbildung des musikalischen Nachwuchses
in Musiktheorie verantwortlich ist.
Ein starker Gesangspartner für Katharina
ist Martin Herrmann, der die Band seit einem Jahr stimmlich verstärkt.
Der 1985 geborene Niederlosheimer bekam ab dem 13. Lebensjahr klassischen
Gesangsunterricht, später kamen auch eine Klavier- und Musiktheorie-Ausbildung
sowie Workshops in Jazz- und Modern Dance hinzu. Nach Hauptrollen in verschiedenen
Schülermusicals bekam Martin im Jahr 2001 ein Engagement am Theatre
National du Luxembourg, wo er in der zeitgenössischen Oper „Der
35. Mai“ mitspielte. Es schlossen sich Auftritte bei den Bad Hersfelder
Festspielen an, wo er von 2001 bis 2003 als Apostel Johannes in der Musical-Inszenierung
„Jesus Christ Superstar“ mitwirkte. Der mehrfach preisgekrönte
Musiker (unter anderem Platz 1 beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert
im Bereich Musical) ist vielfältig engagiert: Neben seinem Mitwirken
bei den Beavers gibt er der Band Alive, der Showformation The New Generation
und der Jazz-Band Opus 9 seine Stimme. Mit seiner Formation Stagelife
und ihrer Show „M.U.S.I.C.“ sorgte Herrmann für einen
ausverkauften Zeltpalast in Merzig.
Dritter im Sänger-Bund der Beavers
ist Thomas Zimmermann, der zugleich auch die Keyboards bedient. Der nach
eigenem Bekunden „echte Saarländer“ ist im Herzen unseres
Landes, in Dirmingen, aufgewachsen, und studierte an der Musikhochschule
des Saarlandes Schulmusik, Kirchenmusik und Gesang bei Francesco Cottone.
Neben seiner Tätigkeit bei den Beavers ist er Kirchenmusiker in Dirmingen.
Dafür, dass bei den Beavers stets alles
im Takt bleibt, sorgt Schlagzeuger Mike Nieder, der aus Eppelborn stammt.
Er ist, ebenso wie Thomas Zimmermann, ein Gründungsmitglied der Band.
Schon im zarten Alter von zwei Jahren habe er zu Hause die Suppentöpfe
der Mutter traktiert, ehe er seine Begeisterung für das Schlagzeug
seines Vaters entdeckte, erzählt Mike, der gerade sein Studium in
Angewandter Informatik an der FH Zweibrücken abgeschlossen hat. Sein
Vater war der Schlagzeuger der in den 80er Jahren sehr bekannten Band
New Diamonds, das Faible für die „Schießbude“ wurde
Mike also quasi in die Wiege gelegt. Schon mit sechs Jahren begann seine
Ausbildung an den Drums, mit 14 Jahren stieß er zur Konfirmanden-Band
der Evangelischen Kirchengemeinde Dirmingen, wo er auf Thomas Zimmermann
traf, der dort Keyboard spielte. „Zusammen mit dem Gitarristen Boris
und dem Bassisten Dierk wurde aus der Konfi-Gruppe die Band The Beavers“,
erinnert sich Mike an die frühen Anfänge der Gruppierung. Es
folgten mehrere Umbesetzungen und stilistische Neuorientierungen in der
Band, bis sich die heutige Formation zusammengefunden hatte. Wie sein
Kumpel Thomas Zimmermann spielt Mike außer bei den Beavers auch
noch in der Tanz- und Galaband Celebration. Unter seinen musikalischen
Vorbildern finden sich Namen wie Phil Collins, Toto oder Simon Philipps.
Unter all den Saarländern bei den Beavers
tummelt sich auch noch ein echtes Nordlicht: Bassist Jan P. Grüntjes,
der in Oberhausen im Rheinland geboren wurde und in der Nähe von
Bremen aufgewachsen ist. Das Studium (Evangelische Theologie, Germanistik
und Geographie auf Lehramt) führte ihn ins Saarland, wo dann der
Kontakt mit den Beavers zu Stande kam. Nach musikalischer Grundausbildung
und ein wenig Klavierunterricht stieß Jan im Alter von zehn Jahren
auf den Bass, den er anfangs nur klassisch spielte. Aber schon bald kam
der E-Bass dazu. Entsprechend breit gefächert ist die Liste seiner
musikalischen „Lichtgestalten“: Da tauchen Namen wie Mozart,
Bach und Ravel ebenso auf wie Jazzgrößen vom Schlage eines
Miles Davis, Marcus Miller oder Louis Armstrong, und gleichberechtigt
daneben stehen Popgrößen wie Robbie Williams oder Roxette.
„Es gibt einfach zu viele gute Musik“, findet Jan, der inzwischen
als Lehrer arbeitet.
Gitarrist der Beavers schließlich
ist Andreas Ditzler. Der in „Falstadt“ (Falscheid) lebende
Dino beherrscht der Legende nach über 10000 Titel auswendig, die
er sofort bei allerlei Gelegenheiten zum Besten geben kann. Seine Ausbildung
auf der klassischen Gitarre folgte alsbald die E-Gitarre, die ihn nicht
nur bei den Beavers, sondern auch bei der Formation „Soulwhoppers“
zum begehrten Sideman macht. Als Ausgleich zur Musik genießt er
mit seiner Familie die Natur auf einem kleinen Hofgut nahe Lebach.
Lang ersehnt und endlich verwirklicht wurde
im Sommer letzten Jahres der Bläsersatz bestehend aus Musikern des
HfM-Jazz-Orchestra, der Big Band der Musikhochschule des Saarlandes. Thomas
Feid an der Trompete, Jörg Zimmer an den Saxes und Daniel Neumann,
Posaune, sorgen für messerscharfe Riffs und bereichern die Musik
von Rock/Pop über Soul bis hin zum Schlager mit ihren Einwürfen.
Und wie kam die Band eigentlich zu ihrem
Namen, „The Beavers“ (die Biber)? Nun, das ist eine kleine
Reminiszenz an die Heimatregion der Bandgründer, in der seit einigen
Jahren dieses putzige Nagetier wieder heimisch geworden ist. Schlagzeuger
Mike Nieder erzählt die Geschichte des Bandnamens: „Damals,
schon vor den Beavers, hatten wir noch keinen Namen und sind so auf einem
60. Geburtstag aufgetreten. Toni, das Geburtstagskind, bastelte uns vorher
ein Schild auf dem stand: "Das Illtaler Bibertrio". Diesen Namen
konnten wir natürlich so nicht beibehalten - alleine schon wegen
der wachsenden Musikeranzahl nicht. Deswegen wurde daraus schlicht und
einfach The Beavers.“